Regionale ADHS-Netze

Regionale Netze sind regionale, interdisziplinär organisierte Versorgungsnetze für Menschen mit ADHS. Informationen zu Kontaktmöglichkeiten und Patientengruppen in Ihrer Nähe können Sie in der folgenden Karte suchen.

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Hier finden Sie eine Auflistung von ADHS-Spezialambulanzen für Erwachsene.

Hier finden Sie eine Auflistung von Angeboten für Privatversicherte und Selbstzahler.

Wichtige Bausteine: ADHS Diagnostik und Therapie

Die dargestellten Punkte bieten eine orientierende Auswahl zentraler Bestandteile einer leitliniengerechten ADHS-Diagnostik und Therapie. Sie basieren auf den Empfehlungen der S3-Leitlinie ADHS bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Je nach individueller Fragestellung, Lebenssituation und Fachperson kann die konkrete Ausgestaltung variieren. Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit, aber die genannten Bausteine gelten als empirisch gut abgesichert und sollten in qualitätsgesicherten Diagnostikprozessen und Therapien berücksichtigt werden.

Damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können, haben wir im Folgenden zentrale Qualitätskriterien für Diagnostik und Therapie zusammengestellt, basierend auf den aktuellen wissenschaftlichen Empfehlungen der S3-Leitlinie ADHS bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Die S3-Leitlinie definiert klare Kriterien für die strukturierte und evidenzbasierte Diagnostik und Behandlung von ADHS. Wenn Sie eine Praxis aufsuchen, sollten folgende Standards erfüllt sein:

Diagnostik

Eine ADHS-Diagnostik sollte mehrschrittig, standardisiert und multimodal erfolgen. Eine ausführliche Beschreibung des diagnostischen Vorgehens finden Sie hier. Achten Sie darauf, dass folgende Elemente enthalten sind:

  • Entwicklungsgeschichte, psychosoziale Belastungsfaktoren, Schulleistung, Beruf, Beziehungen
  • Erfassung aktueller Beschwerden in verschiedenen Lebensbereichen
  • Rückblickende Symptomatik im Kindesalter (besonders bei Erwachsenen essenziell)
  • Bei Kindern und Jugendlichen: Eltern, ggf. Lehrer:innen
  • Bei Erwachsenen: Eltern (wenn möglich), Partner:innen oder andere Bezugspersonen

Einsatz valider Instrumente zur systematischen Erhebung der Symptomatik:

  • Für Kinder/Jugendliche: z. B. DISYPS-III, CBCL, SDQ
  • Für Erwachsene: z. B. Wender-Utah-Rating-Scale (WURS-K), ADHS-SB, CAARS, HASE
    (Skalen sollten wissenschaftlich validiert und normiert sein.)
  • Strukturierte, leitfadengestützte Gespräche zur Erfassung der Kernsymptomatik (Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität, Impulsivität)
  • Diagnostisches Interview (z. B. DIVA 2.0, IDA, SKID mit ADHS-Zusatzmodul)
  • Ausschluss bzw. Abklärung anderer psychischer oder neurologischer Störungen (z. B. Depression, Angst, Substanzkonsum, Autismus-Spektrum-Störung)
  • Prüfung komorbider Störungen

 

  • Zwingend empfohlen, um körperliche Ursachen auszuschließen und ggf. Indikation für eine Medikation abzuklären:
    • Körperliche Untersuchung
    • Basislabor (z. B. Blutbild, Eisen, Leber/Nieren, ggf. Schilddrüse)
    • ggf. EKG (v. a. bei Erwachsenen oder Risikofaktoren)
  • Nur zusätzlich zur klinischen Beurteilung einsetzbar, kein Ersatz für strukturierte klinische Diagnostik
  • Dienen zur Objektivierung von:
    • Aufmerksamkeit, Reaktionskontrolle, Exekutivfunktionen (z. B. TAP, Qb-Test, T.O.V.A., d2-R)
    • Intelligenz und Teilleistungen (v.a. bei Kindern und Jugendlichen mit Schulproblemen)

Antrag auf Mitgliedschaft

Falls Sie ein bereits etabliertes oder im Aufbau befindliches ADHS-Netz vertreten, das mit dem zentralen adhs-netz zusammenarbeiten möchte und das Netz die oben genannten Voraussetzungen der Mitgliedschaft erfüllt, würden wir uns über die Zusendung eines Mitgliedschaftsantrags freuen.