Zentrales ADHS Netz

Kooperationsverträge

Gegenwärtig werden verschiedene Kooperationsvereinbarungen zur Verbesserung der Versorgung von Kindern und Jugendlichen geschlossen.

ADHS-Vertrag in Hamburg

Zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH) und der AOK Rheinland/Hamburg wurde am 01.07.2011 ein Vertrag zur Förderung der Qualität der vertragsärztlichen Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit AD(H)S als Anlage L zum Gesamtvertrag nach § 83 SGB V geschlossen. Dieser Vertrag ist in der Ausgestaltung zu dem Vertrag in Nordrhein fast identisch. Ein wesentlicher Unterschied besteht darin, dass im Vertrag in Hamburg die Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie- und -psychotherapie in den Vertrag eingebunden sind.

Das zentrale adhs-netz begrüßt den Abschluss eines weiteren ADHS-Vertrags.

Den Vertrag können Sie auf der Website der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg einsehen (über Gesamtverträge/ Gesamtvertrag mit der AOK Rheinland/ Hamburg).

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ADHS-Vertrag in Bremerhaven

Die Kassenärztliche Vereinigung Bremen (KVHB) und die AOK Bremen/Bremerhaven haben einen Vertrag nach 73 c SGB V zur qualitätsgebunden Versorgung von Kindern- und Jugendlichen mit ADHS/ADS abgeschlossen. Der Vertrag tritt mit Wirkung zum 01.01.2011 in Kraft. Die Vereinbarung fördert eine koordinierte Behandlung und stellt im ambulanten Bereich eine qualitätsgebundene Diagnose und Therapie von Kindern und Jugendlichen mit ADHS-/ADS-Symptomen sicher. Zunächst wird der Vertrag in Bremerhaven umgesetzt, zu einem späteren Zeitpunkt folgt Bremen.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.kvhb.de/recht/adhs.php

 

Die Ergebnisse der Pilotierung des ADHS-Vertrags in Bremerhaven werden in dem folgenden Artikel dargestellt.
Kersting, C., Lindemann, C., Mikolajczyk, R., Garbe, E., & Riedel, O. (2016). Auf dem Weg zu einer optimale(re)n Versorgung? Ergebnisse der Pilotierung eines ADHS-Selektivertrages nach §73c SGB V in Bremerhaven. Psychotherapie Psychosomatik Medizinische Psychologie, 66 (5), 187-194.

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ADHS-Vertrag zwischen der KV Nordrhein, dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte und der AOK Rheinland / Hamburg

Das zentrale adhs-netz begrüßt den Vertragsabschluss zum 1. Oktober 2010 über die Förderung der Qualität der vertragsärztlichen Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit AD(H)S gemäß § 136 Abs. 4 SGB V zwischen der KV Nordrhein, dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte und der AOK Rheinland / Hamburg.

Der Vertragstext sowie weitere Informationen sind auf der Website der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein zugänglich.

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Umsetzung des Vertragskonzepts zur qualitätsgesicherten Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit ADHS/ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-(Hyperaktivitäts-)Störung) der KBV in Baden-Württemberg

Erfreulicherweise wurde das KBV-Vertragskonzept zur qualitätsgesicherten Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit ADHS/ADS in Baden-Württemberg seit 01.04.2009 umgesetzt. Durch die Umstellung von einem Bereinigungsvertrag auf einen add-on-Vertrag, wird dieser Vertrag seit 01.01.2012 durch einen neuen Vertrag ersetzt. Vertragspartner sind weiterhin die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Baden-Württemberg und die Vertragsarbeitsgemeinschaft der Betriebskrankenkassen (BKK) des Bundeslandes. Inhaltsgleiche Verträge wurden mit der GWQ Service Plus AG, der DAK Gesundheit und weiteren Krankenkassen abgeschlossen. Auf der Website der KVBW können Sie eine Liste der teilnehmenden Krankenkassen einsehen (s.u.).

Das zentrale adhs-netz begrüßt diese Vertragsumsetzung und den Anschluss der DAK Gesundheit an diesen Vertrag. Die Beteiligung weiterer Krankenkassen wäre wünschenswert.

Weitere Informationen finden Sie hier:

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Vertragskonzept zur qualitätsgesicherten Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit ADHS/ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-(Hyperaktivitäts-)Störung) der KBV

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, dem Berufsverbandes für Kinder- und Jugendärzte und der Deutschen Psychotherapeutenvereinigung sowie unter Mitwirkung von Selbsthilfeverbänden (ADHS Deutschland, Bundesverband Aufmerksamkeitsstörung, Bundesverband Selbstständigkeitshilfe bei Teilleistungsschwächen) ein Versorgungskonzept für an ADHS erkrankte Kinder und Jugendliche nach § 73c SGB V erarbeitet (http://www.kbv.de/presse/12107.html).

Ziel ist durch Bildung von interdisziplinären und fachübergreifenden ADHS-Teams eine zielgerichtete Koordination sowie eine qualitätsgesicherte Diagnose und Therapie der Betroffenen zu ermöglichen und so eine Versorgung nach den neuesten wissenschaftlichen Leitlinien zu gewährleisten.

Teilnahmeberechtigte Ärzte und Psychotherapeuten sind:

  • Kinder- und Jugendpsychiater und -psychotherapeuten
  • Kinder- und Jugendärzte
  • Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten
  • Psychologische Psychotherapeuten und ärztliche Psychotherapeuten mit einer Zusatzqualifikation

Die Umsetzung dieses Vertrages muss durch die Krankenkassen erfolgen.

Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.kbv.de/koop/25840.html

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Integrierter Versorgungsvertrag Rheinland Pfalz "AKTIV MIT ALLEN SINNEN"

Die Deutsche Psychotherapeuten Vereinbarung Landesgruppe RLP und die Gemeinschaft der Kinderärzte RLP und der Gemeinschaft der Kinder- und Jugendpsychiater haben mit allen Ersatzkassen einen Integrierten Versorgungsvertrag abgeschlossen. Dieser ist mit Ende der Vertragslaufzeit am 30.06.2009 ausgelaufen. Die eingeschriebenen Patienten konnten weiterhin bis zum 31.03.2010 gemäß den Vertragsbedingungen behandelt werden. Nach Angaben der Landesvertretung Rheinland-Pfalz des Verbands der Ersatzkassen e.V. (vdek) konnten die mit dem Vertrag verbundenen Erwartungen nicht erfüllt werden. Für eine flächendeckende Versorgung haben sich nicht ausreichend viele Versorgungsnetzwerke gebildet.

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