Zentrales ADHS Netz

Ambulante Behandlung

Wer führt eine ambulante Behandlung durch?

Niedergelassene Ärzte und Therapeuten.
Eine ambulante Behandlung wird vor allem von Fachärzten für Psychiatrie und Psychotherapie und von Psychologischen Psychotherapeuten durchgeführt. Bei den Psychotherapeuten wird zwischen den Fachrichtungen tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Verhaltenstherapie unterschieden. Die meisten wissenschaftlich fundierten Leitlinien empfehlen die Durchführung von Verhaltenstherapie bei der Behandlung von ADHS.

Spezialambulanzen
An einigen deutschen Unikliniken existieren ADHS Spezialambulanzen / ADHS - Spezialsprechstunden für Erwachsene. Diese Einrichtungen haben sich auf die ambulante Versorgung von ADHS bei Erwachsenen spezialisiert.


Wer trägt die Kosten?

Die Behandlungen bei Fachärzten für Psychiatrie und Psychotherapie werden von den Krankenkassen übernommen. Die Behandlungen beim Psychologischen Psychotherapeuten können auf Antrag von den Krankenkassen übernommen werden.

Seit April 2011 ist mit der Zulassung von Medikinet® adult auch für die Behandlung der ADHS im Erwachsenenalter ein methylphenidathaltiges Arzneimittel zugelassen. Andere methylphenidathaltige Arzneimittel sind weiterhin nur für das Kindes- und Jugendalter zugelassen, werden ggf. also "off-label" verordnet, so dass die Bezahlung durch die Krankenkassen problematisch sein kann.


Wie finde ich Hilfe in meiner Region?

Regionale Netze
An der Versorgung von Menschen mit ADHS sind viele Berufsgruppen und Institutionen beteiligt. In vielen Regionen Deutschlands haben sich an der Versorgung beteiligte Fachleute und Institutionen vernetzt, im Bemühen, die Versorgung von Menschen mit ADHS dadurch zu verbessern. Das zentrale adhs-netz kooperiert mit diesen regionalen ADHS-Netzen.

Über das regionale ADHS-Netz in Ihrer Nähe können Sie nähere Informationen zu Hilfen (Diagnostik, Therapie und ergänzende Hilfen) sowie zu Angeboten in Ihrer Region erfragen.

Das regionale Netz in ihrer Nähe finden Sie über die Landkarte unter "Regionale Netze".

Spezialambulanzen
An einigen deutschen Unikliniken existieren  ADHS-Spezialambulanzen / ADHS - Spezialsprechstunden für Erwachsene. Diese Einrichtungen haben sich auf die ambulante Versorgung von ADHS bei Erwachsenen spezialisiert.

Sie finden zu den einzelnen Spezialambulanzen eine Verlinkung zur entsprechenden Klinik und eine Telefonnummer unter der Sie die Ambulanz erreichen können. Dort können Sie weitere Informationen erfragen und sich ggf. anmelden.

Universitätsklinikum Aachen

Spezialambulanz:
ADHS Sprechstunde, ausführliches ärztliches Erstgespräch, umfassende klinische und neuropsychologische Untersuchungen; auf Basis der Diagnose werden geeignete Behandlungen empfohlen und ggfs. eingeleitet.

Möglichkeiten der Kontaktaufnahme:
Tel.: 0241 / 80 89 638

e-Mail: ps-ambulanzen(at)ukaachen.de

Charité-Universitätsmedizin Berlin, Campus Berlin Buch.

Spezialambulanz:
Diagnostik: Psychiatrische Untersuchung, Persönlichkeitsdiagnostik, neuropsychologische Untersuchung, somatische Diagnostik, Bildgebung
Therapie: medikamentöse Therapie, Einzel- und Gruppenpsychotherapie

Möglichkeiten der Kontaktaufnahme:
Tel.: 030 450 540 498
Anschrift: Lindenberger Weg 80 in 13125 Berlin
e-Mail: adhs-ambulanz@charite.de  
Website:http://www.mdc-berlin.de/de/ecrc/Research/research_teams/adhs_and_fragile_x_syndrome/index.html

Universitätsklinikum Berlin, Campus Mitte

Spezialsprechstunde:
200 Behandlungsplätze

Möglichkeiten der Kontaktaufnahme:
Tel.: 030 / 45 05 17 09 5

Universitätsklinikum Duisburg/Essen

Spezialambulanz:
ADHS-Sprechstunde für Erwachsene
2 ärztliche Stellen
1 diplompsychologische Stelle

Möglichkeiten der Kontaktaufnahme:
Tel.: 0201 / 72 27 26 5
(Sekretariat der Ambulanz: Frau Klomberg, Frau Pöhler)

Universitätsklinikum Freiburg

Spezialambulanz:
Diagnostik: abhängig von Kapazitäten
Therapieempfehlungen: abhängig von Kapazitäten
Therapie: abhängig von Kapazitäten

Möglichkeiten der Kontaktaufnahme:
Website: http://www.uniklinik-freiburg.de/psych/live/index.html
Tel.: 0761 / 27 06 55 0

Universitätsklinikum Gießen

Spezialambulanz:
Diagnostik: abhängig von Kapazitäten
Therapie: abhängig von Kapazitäten

Möglichkeit der Kontaktaufnahme
Website: http://www.ukgm.de/ugm_2/deu/ugi_psy/3088.html
Tel.: 0641/98 54 57 20

 

Medizinische Hochschule Hannover

Spezialambulanz:
Diagnostik
Medikamentöse Therapie

Möglichkeiten der Kontaktaufnahme:
Tel.: 0511 / 123569914

Klinikum der Universität München

Spezialambulanz:
Spezialambulanz ADHS
Derzeit reine Diagnostik-Ambulanz.

Möglichkeit der Kontaktaufnahme
via Anmeldung regulär mit der Ambulanz

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, LMU München
Nussbaumstraße 7
80336 München

Universitätsklinikum des Saarlandes

Spezialambulanz:
Spezialambulanz für ADHS bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Möglichkeit der Kontaktaufnahme
ADHS Spezialambulanz
Universitätsklinikum, Gebäude 80/III, Sekretariat Prof. Rösler
66421 Homburg / Saar
Frau Schmitt: iris.schmitt(at)uks.eu
Frau Finkler: nicole.finkler(at)uks.eu

 

 

Universitätsklinikum Tübingen

Spezialambulanz:
Diagnostik für Patienten im Raum Tübingen, Reutlingen und Stuttgart. Inklusive psych. Testung und Beratung hinsichtlich medikamentöser Therapie.
Altersbereich: 18-45 Jahre

Möglichkeiten der Kontaktaufnahme:
Tel.: 07071-2982302

Universitätsklinikum Ulm

Spezialambulanz:
Ausführliche ärztliche Anamnese, klinische und neuropsychologische Untersuchung; Abschlussgespräch und ggf. Behandlungsempfehlung/ - einleitung

Möglichkeiten der Kontaktaufnahme:
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie III
Telefonisch erreichbar über das Ambulanzsekretariat: 0731/500-61500
E-Mail: ambulanz.psychiatrie(at)unkiklink-ulm.de

Website: http://www.uniklinik-ulm.de

Universitätsklinikum Würzburg

Spezialambulanz:
ADHS Spezialambulanz im Rahmen der ADHS Familienambulanz
Mehrebenendiagnostik und multimodale Therapie einschließlich Psychoedukation in Gruppen.

Möglichkeit der Kontaktaufnahme
Frau Reitmeier
Tel.: 0931-201-77800

Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Krankenkassen
In den meisten Fällen können Sie bei Ihrer Krankenkasse eine Auflistung von ansässigen Ärzten, Fachärzten und/oder Psychotherapeuten anfordern. Da nicht jeder Arzt/ Therapeut ADHS im Erwachsenenalter behandelt, müssen Sie dies einzeln erfragen. Der Weg über die regionalen ADHS-Versorgungsnetze und die Spezialambulanzen ist daher vermutlich einfacher.